Donnerstag, 24. Mai 2012

Die Auswerterin oder Das Ende von Auschwitz - Buchvorstellung auf Video


In diesem Video stelle ich meinen neuen Roman DIE AUSWERTERIN - ODER DAS ENDE VON AUSCHWITZ vor. Ich gebe einige Informationen zum Inhalt und zu den Gründen, die mich dazu bewogen haben, dieses schwierige Thema aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Das Buch ist ab jetzt im Handel erhältlich.

Sonntag, 20. Mai 2012

Hollande der Operettenpräsident



Francois Hollande, der neue Staatspräsident von Frankreich, will alles anders machen als sein Vorgänger Sarkozy. Er will ein Präsident der kleinen Leute sein, will die Arbeitslosigkeit bekämpfen, die Wirtschaft ankurbeln und die Staatsfinanzen sanieren. Um den neuen Politikstil auch optisch deutlich zu machen, nahm er die Parade zu seiner Amtseinführung in einem Citroen DS 5 ab, einem Hybridauto, das angeblich nur 3,8 Liter Benzin verbraucht. Das passt zu einem Präsidenten des 21. Jahrhunderts.
Nicht so recht ins Bild passten allerdings die Reiter der Ehrengarde, die zur Feier des Tages ihre schicksten Uniformen trugen – inklusive des Federstutzes auf dem goldenen Helm. Damit sahen sie aus, als ob sie direkt aus einer Operette von Jacques Offenbach geritten kämen. Noch viel weniger passte, was kurz zuvor geschehen war. Hollande ließ sich von seinem Vorgänger in die Staatsgeheimnisse einweisen und bekam von ihm die Abschusscodes für die Atomwaffen überreicht. Trotz moderner Technik ist die französische Politik immer noch tief im 19. Jahrhundert verwurzelt.

Demokratie bedeutet Transparenz, Offenheit und Nachvollziehbarkeit. Wie kann es in einer Demokratie Staatsgeheimnisse geben? Bürger können sich nur dann eine Meinung bilden, wenn sie alle wesentlichen Fakten kennen. Und ausgerechnet in Frankreich wird ihnen das verweigert - in einem der "Mutterländer der Demokratie."
Welche Geheimnisse hütet das Land wohl? Vielleicht geht es um die tatsächliche Höhe der Staatsverschuldung – inklusive der Schattenhaushalte. Vielleicht werden noch immer dunkle Geheimnisse der Geschichte verborgen, Gründe, die zu Kriegen und Revolutionen führten. Es darf spekuliert werden.

Noch schlimmer sind allerdings die peinlichen Weltmachtansprüche der Franzosen. Sie gipfeln in der Force de frappe, der französischen Atomstreitmacht. Zur Erinnerung: 1992 ist das Land dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten – die Waffen sind bis heute nicht abgerüstet.

Wenn Hollande tatsächlich ein besserer Präsident sein will, sollte er beides abschaffen – die Staatsgeheimnisse und die Atomwaffen.     
 

Samstag, 19. Mai 2012

Ankündigung: Die Auswerterin oder Das Ende von Auschwitz


In diesen Tagen erscheint mein neuer Roman: Die Auswerterin oder Das Ende von Auschwitz. Hier schon mal die Zusammenfassung. Demnächst mehr darüber.


England 1944. Emily Brown ist Auswerterin von Luftbildern. Zufällig entdeckt sie bei ihrer Arbeit ein Konzentrationslager. Emily ist entsetzt – und sie fasst einen Plan. Sie dringt in das Büro von Arthur Harris ein, dem Chef des Bomberkommandos, und schlägt vor, das Lager anzugreifen oder wenigstens die Bahngleise, die dorthin führen. Harris lehnt unter einem Vorwand ab.
Emily zieht eine Waffe und verlangt, die Bomberstaffel, die an diesem Abend gestartet ist, nach Auschwitz umzuleiten. Widerwillig ändert Harris ihren Kurs, danach soll Emily verschwinden. Sie weigert sich, sie will ihn erst verlassen, wenn die Bomben gefallen sind. Während der Stunden des Wartens entspinnt sich ein Psycho-Duell zwischen den beiden.  

Was wussten die Alliierten wirklich von Auschwitz? Gab es Alternativen zur späten Befreiung? Hätte man etwas tun können, etwas tun müssen, um die Verbrechen zu verhindern?
Die Auswerterin sucht nach Antworten.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Dramatische Vorhersagen vom Club of Rome


Vierzig Jahre nach dem Aufsehen erregenden Bericht Die Grenzen des Wachstums legt der Club of Rome eine neue umfassende Studie zur Zukunft der Menschheit vor. Wieder wird vierzig Jahre voraus geschaut - und wieder sind die Ergebnisse erschreckend.
"Der Meeresspiegel wird um 0,5 Meter höher sein, das Arktiseis im Sommer verschwinden und das neue Wetter wird Landwirte und Urlauber treffen", sagt der norwegische Wissenschaftler Jörgen Randers. Wahrscheinlich werden die Emissonen der Treibhausgase erst im Jahr 2030 ihren Höhepunkt erreichen. Das ist zu spät, um den Temperaturanstieg auf zwei Grad zu beschränken, was als gerade noch akzeptable Grenze gilt. Demzufolge wird sich die Temperatur bis 2080 um 2,8 Grad erhöhen - was einen sich selbst verstärkenden Treibhauseffekt auslösen könnte.

Daraus entstehen viele weitere gravierende Probleme, es wird mehr Dürren, Fluten und verheerende Wirbelstürme geben. „Im Jahr 2052 wird die Welt mit Schrecken auf weitere Änderungen in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts blicken“, glaubt Randers. „Der sich selbst beschleunigende Klimawandel wird die Sorge Nummer eins sein.“ Das Treibhausgas Methan werde aus der auftauenden Tundra entweichen und die Erde weiter aufheizen, worauf noch mehr Permafrostboden in der Tundra auftaue.

Bisher hat der Club of Rome mit seinen Vorhersagen bemerkenswert richtig gelegen. Damit sich diese nicht erfüllt, werden wir unser Verhalten vollkommen ändern müssen. Es reicht nicht aus, alle paar Jahre eine Konferenz zu veranstalten, auf der neue Klimaziele vereinbart werden, an die sich später kaum jemand hält. Auch der technische Fortschritt wird nicht helfen. Was nützt es, wenn Motoren um fünf Prozent effektiver werden, wenn gleichzeitig die Zahl der Motoren um fünfzig Prozent steigt?

Wir brauchen jetzt einen Quantensprung des Bewusstseins.