Freitag, 30. Dezember 2011

Alles Liebe!

Und auch von mir: Einen guten Rutsch und viel Glück im neuen Jahr.
Mein Wunsch, meine Forderung an 2012 lautet: Liebe! Für alle! Jetzt!


Montag, 26. Dezember 2011

Heesters und die Holländer


Johannes Heesters ist tot. In Deutschland waren die Nachrufe überwiegend positiv, Journalisten und Politiker hoben die herausragende Bedeutung Heesters` als Künstler und Mensch hervor. In den Niederlanden ging man weit kritischer mit ihm um. Die Nachrichtenagentur ANP betitelte ihren Nachruf mit Heesters: verehrt und angespuckt. In vielen Berichten wurde auf seinen Besuch im Konzentrationslager Dachau im Jahr 1941 hingewiesen.
Heesters ist in seiner Heimat bis heute umstritten. Noch im Jahr 2008 kam es in Den Haag bei einem Konzert zu einer Demonstration gegen den Sänger, bei der u.a. Plakate hochgehalten wurden, auf denen er als der singende Nazi (siehe Foto) bezeichnet wurde, oder auf denen zu lesen war: Mein Großvater war in Dachau - als Häftling.

Wie kommt es dazu? Wie kann es sein, dass in einer modernen aufgeklärten Gesellschaft so viel Hass und Verachtung existieren? Geht es wirklich nur darum, die Erinnerung an Krieg und Gewaltherrschaft wachzuhalten?

Eindeutig nein. Bei genauer Betrachtung erkennt man, dass die Niederländer - ähnlich wie unsere übrigen Nachbarn - in ihrer Geschichtswahrnehmung äußerst schizophren sind. Zwei Beispiele dazu:

1. Das Nationalmonument in Amsterdam - ein Mahnmal für die Opfer der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg. Im Sockel des Obelisken sind zwölf Urnen eingelassen, die Erde aus den elf (damaligen) niederländischen Provinzen enthalten - und aus Indonesien. Der südasiatische Inselstaat war über 300 Jahre von Niederländern besetzt. Sie haben es also tatsächlich fertiggebracht, ein Mahnmal gegen Gewalt und Unterdrückung zu errichten, das in sich selbst ein Element von Gewalt und Unterdrückung birgt.
Und mal ganz nebenbei: Woran erinnert Sie dieses Symbol? : )


2. Das Niederländische Institut für Kriegsdokumentation (NIOD). Diese Einrichtung wurde ursprünglich gegründet, um die Besetzung der Niederlande und Niederländisch-Ostindiens während des Zweiten Weltkriegs zu dokumentieren. Inzwischen ist das Forschungsgebiet auf das gesamte zwanzigste Jahrhundert ausgedehnt. Ausgenommen ist jedoch die niederländische Kolonialgeschichte - und somit auch jene Verbrechen, die von Niederländern begangen worden. Und davon gibt es so einige.

Zum Beispiel der Volksaufstand auf Java, dem zwischen 1825 und 1830 mehr als 200.000 Einheimische zum Opfer fielen. Das ist lange her, könnte man entgegnen. Die Gewalttaten hielten jedoch bis zum Ende des Kolonialismus an. Das Massaker von Rawagede  beispielsweise fand 1947 statt. Informationen zu diesen und ähnlichen Themen sind aber nur äußerst schwer zu bekommen.

Also: Warum regen sich die Niederländer so sehr über die Verbrechen anderer auf - nur nicht über die eigenen Verbrechen? Wie kann sich ein Volk, das über Jahrhunderte hinweg schlechte Beispiele gegeben hat, das an Kriegen, Völkermorden und Sklaverei beteiligt war, als unschuldiges Opfer fühlen?

Auch hier müssen ungeklärte Gefühle aus Ursache vermutet werden. In den Niederlanden schwelen unter der scheinbar liberalen Oberfläche verdrängte Angst, Hass, Schuld- und Schamgefühle. Diese Gefühle suchen nach Ausdruck, suchen nach einer Projektionsfläche. Ein alter Mann, der sich nicht mehr wehren kann, eignet sich dafür natürlich besonders gut.

Es ist Zeit, endlich ehrlich zu sein, die gesamte Geschichte der Menschheit aufzuarbeiten. Das Menschsein basiert nicht auf gedanklicher Vernunft, sondern auf Gefühlen. Dafür ließen sich noch viele weitere Beispiele anführen. Etwa der Konflikt zwischen Frankreich und der Türkei wegen des Völkermordes an den Armeniern. Und an den Algeriern. Oder die weltweite Schuldenkrise. Oder die Umweltzerstörung. All das sind unbeherrschte Gefühle.

Die Menschheit hat kein Ziel zu erreichen und keinen Auftrag zu erfüllen. Wir müssen nur entscheiden, wer wir sein wollen, welche Gefühle wir zum Ausdruck bringen wollen: Angst, Leid und Wut - oder Mut, Zuversicht und Liebe? Wollen wir die alten Konflikte ewig fortführen - oder wollen wir endlich zu neuen Ufern aufbrechen?


Sonntag, 25. Dezember 2011

Mach ´s gut, Jopie!


Vor kurzem habe ich ihm noch zum Geburtstag gratuliert, jetzt ist er tot. An Heiligabend verstarb Johannes Heesters im Klinikum Starnberg an den Folgen eines Schlaganfalls. Heesters wurde 108 Jahre alt.

Ist das ein Grund zur Trauer? Ja, aber nur für ein paar Minuten. Danach sollten wir uns an dem erfreuen, was wir an ihm gehabt haben: einen großartigen Schauspieler, Sänger, Tänzer - und ein Vorbild für uns alle. Heesters hat beinahe bis zum Schluss gearbeitet, noch in diesem Jahr wirkte er in dem Kurzfilm Ten mit.
Das muss ihm erst mal einer nachmachen!

Also, ich trinke auf dein Wohl, Jopie!


Freitag, 23. Dezember 2011

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Von der Rückzahlung der Schulden


Das Jahr geht zu Ende. Zeit für eine Bilanz. 2011 war vor allem von einem Thema geprägt: dem Schuldenmachen. Wir haben nicht nur finanzielle Schulden angehäuft, sondern auch ökologische und soziale. Das ist bekannt - doch geschehen ist insgesamt zu wenig.

Anfang Dezember wurde auf dem EU-Gipfel in Brüssel die Gründung einer europäischen Fiskalunion beschlossen, verbunden mit einer Schuldenbremse und automatischen Sanktionen gegen Defizitsünder. Das klingt vernünftig. Kurz danach vergab die Europäische Zentralbank jedoch einen Kredit in Höhe von fast 500 Milliarden Euro an Banken des Euro-Raums, in der Hoffnung, dass damit auch Staatsanleihen der Krisenländer gekauft werden. Spanien profitierte bereits davon, das Land konnte mehr als doppelt so viel Geld am Markt leihen als ursprünglich geplant. Gleichzeitig kauft die EZB ebenfalls derartige Anleihen - und zwar in sehr großem Umfang, derzeit mindestens 200 Milliarden Euro. Mit anderen Worten: Die Schuldenmacherei geht weiter, nur werden die Schulden nun anders verteilt.

Ebenfalls Anfang Dezember fand die UN-Klimakonferenz in Durban statt. Sie gilt - unter den Teilnehmern - als großer Fortschritt, weil sich alle Staaten "zu einem rechtsverbindlichen, internationalen Abkommen zum Klimaschutz bekannt haben", wie EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard sagte. Wer genau hinschaut sieht jedoch, dass ein rechtsverbindlicher Vertrag erst auf der nächsten Konferenz im Jahr 2015 abgeschlossen wird - oder auch nicht. Kanada ist bereits aus dem Kyoto-Protokoll ausgestiegen, die USA haben es gar nicht erst ratifiziert.
Und die CO2-Emissionen? Sie sind gestiegen und steigen weiterhin an. Damit nehmen wir gewissermaßen Klimaschulden auf. Heute produzieren wir gewaltige Mengen Treibhausgase, die auf Jahrzehnte hinaus in der Atmosphäre verbleiben werden.

Und genau das ist das Problem. Wir machen Schulden - und die Generationen, die nach uns kommen, haften dafür. So wandeln sich die Finanz- und Klimaschulden in soziale Schulden.

Gibt es einen Ausweg? Natürlich. Auch hier lautet das Zauberwort Bewusstheit. Alles, was der Mensch tut, hat Auswirkungen auf seine Umwelt. Jeder Euro wirkt sich auf die Finanzen aus, jedes Gramm CO2 beeinflusst die Atmosphäre. Jede Tat wirkt sich aus, jedes Wort, jeder Gedanke, sogar jedes Gefühl, das wir zulassen, entfaltet seine Wirkung - manchmal sofort, manchmal später. Aber auch das Unterlassene wirkt sich aus, jede nicht begangene Tat, jedes nicht gesagte Wort, jeder nicht gedachte Gedanke und jedes verdrängte Gefühl.

Doch es gibt immer wieder Zeichen der Hoffnung. Am 20.12.11 ist ein weiteres hinzugekommen, das im ersten Moment kurios erscheinen mag: die neuen Energieeffizienzklassen der EU. Bislang gab es die Klassen A bis G, nun kommen A+, A++ und A+++ hinzu. In der Praxis zeigt diese Klassifizierung bereits Wirkung. Elektrogeräte mit einer schlechten Einstufung sind bei uns praktisch unverkäuflich. So funktioniert Bewusstheit.

Wenn wir dieses Prinzip durchhalten, es auf alle Lebensbereiche ausdehnen, können wir unsere Schulden rasch zurückzahlen. 
 

Filmkritik - Der Name der Leute - auf DVD


Inhalt:

Bahia (Sara Forestier) ist eine politische Hure. Davon gibt es viele, könnte man antworten, man sieht sie jeden Abend in den Fernsehnachrichten. Doch diese hier ist eine ganz Besondere: Bahia schläft mit Männern, die sie für böse hält - in diesem Fall sind es Rechte -, um sie zu bekehren, um sie „gut“ zu machen. Eines Tages trifft sie Arthur (Jaques Gamblin), Vogelgrippenexperte im französischen Gesundheitsamt. Wegen seiner Sicherheitsappelle scheint er ein reaktionärer Langweiler zu sein und damit ein idealer Patient für ihre Therapie. Arthur jedoch bekennt sich als Sozialist und - schlimmer noch - seine Vorfahren wurden von den Nazis verfolgt.

Eine verzwickte Lage für Bahia, die selbst zur Hälfte Araberin ist und sich als klassisches Opfer fühlt, aber nicht mehr Opfer sein will. Ein Ausweg bietet sich an: Die beiden könnten sich zusammentun, um fortan gemeinsam die Welt zu retten. Aber wer ist nun gut und böse, wer ist Opfer und wer Täter?


Bewertung:

Der Inhalt klingt witziger, als er ist. Hier werden zwar viele Vorurteile und Klischees vorgeführt, doch ironisch gebrochen wird nur wenig davon. Am Ende sind die Linken immer noch die Guten und die Rechten sind die Bösen. Wirklich geholfen wird in diesem Film niemanden, im Gegenteil, die Positionen werden eher noch untermauert. Aber immerhin verliert dabei niemand sein Leben, die einzige Waffe, die hier zum Einsatz kommt, ist der Sex. Eine wohltuende Abwechslung gegenüber den blutigen Lösungen des Hollywood-Kinos.
Positiv: die schauspielerischen Leistungen. Sara Forestier spielt mit vollem Körpereinsatz, wofür sie einen César bekam.
Auch die Inszenierung kann überzeugen, obwohl klar ist, dass Regisseur Leclerc mit den Rückblenden und der Gegenüberstellung von Arthurs Vater und seinem jugendlichen Ich bei Woody Allen abgekupfert hat. Aber immer noch besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht.    
Fazit: Solide Unterhaltung. Geeignet für Anhänger der Occupy-Bewegung, linke Wähler und Menschen mit vorgefassten Meinungen. Nicht geeignet für Filmfreunde, die wirklich nachdenken wollen. 

  
Infos zur DVD:

Die Extras sind leider ziemlich dürftig ausgefallen: Deutsche Untertitel, ein paar Trailer und zwei kurze Interviews.




Montag, 12. Dezember 2011

Filmkritik - The Help



Inhalt:

In den Südstaaten der USA tobt während der sechziger Jahre der Kampf um Rassengleichheit und Bürgerrechte. Schwarze werden im Alltag diskriminiert, ihnen ist der Zugang zu Bildung und Wohlstand verwehrt, sie wohnen in Armenvierteln und schuften in schlecht bezahlten und gering angesehenen Jobs. Dazu zählt auch die Arbeit als Hausmädchen, obwohl die Kinder der weißen Oberschicht mehr von eben diesen Hausmädchen als von ihren Eltern erzogen werden.

Dieser Widerspruch fällt Eugenia „Skeeter“ Phelan (Emma Stone) auf, die als Journalisten für eine Lokalzeitung arbeitet. Sie entschließt sich, eine Artikelserie über schwarze Dienstboten zu schreiben und stößt damit auf Widerstände von beiden Seiten: Die weißen Herren möchten nicht, dass zu viel von ihrem Privatleben bekannt wird, und die schwarzen Angestellten sind zunächst misstrauisch, weil sich noch nie jemand für sie interessiert hat.
Skeeter gelingt es, das Vertrauen der warmherzigen Aibileen (Viola Davis) und der kecken Minni (Octavia Spencer) zu gewinnen. Die beiden öffnen sich ihr, erzählen aus ihren Leben. Skeeter ist erschütert von dem was sie hört und beschließt, aus der Artikelserie ein Buch zu machen. Damit bringt sie jedoch sich und ihre neuen Freunde in Gefahr...   


Bewertung:

In diesem Film geht es um die Schicksale schwarzer Hausmädchen - trotzdem ist er aus der Sicht einer Weißen erzählt. Obwohl den Schwarzen viel Raum gegeben wird und man einiges über sie erfährt, sind sie nicht wirklich handelnde Personen, sie sind vielmehr Gegenstände der Handlung. Die Initiative geht - im positiven wie negativen Sinne - allein von den Weißen aus.
Damit erinnert The Help stark an den Film Amistad von Steven Spielberg. Zur Erinnerung: Auf dem spanischen Sklavenschiff Amistad, das auf dem Weg zu einem kubanischen Hafen ist, findet eine Meuterei statt. Später wird die beschädigte Amistad von einem amerikanischen Schiff angegriffen und in einen US-Hafen umgeleitet. Verschiedene Parteien erheben vor Gericht Anspruch auf die Fracht des Schiffes, die schwarzen Sklaven, nur ein weißer Anwalt erkennt sie als Menschen und übernimmt ihre Verteidigung. Auch in diesem Film sind die Schwarzen mehr oder weniger Statisten, denen es trotz guter Ansätze nicht gelingt, ihre Probleme selbst zu lösen. Die Befreiung geschieht allein durch die Weißen - nachdem der Vorhang gefallen ist, kann sich das weiße Publikum gut fühlen, weil die Weißen wieder einmal die Welt gerettet haben. Dass sie zuvor die Welt aber auch an den Rand des Abgrunds geführt hatten, bleibt nicht in Erinnerung.
Damit sind im Grunde beide Filme - Amistad und The Help - unterschwellig rassistisch. Nur dass dieser Rassismus nicht so leicht zu erkennen ist wie ein Schild, auf dem steht: Für Schwarze verboten!



Donnerstag, 1. Dezember 2011

Es gibt keine Nazis!


Anders Breivik ist unzurechnungsfähig. Zu diesem Ergebnis kamen zwei Gutachter, die den Massenmörder von Utoya intensiv untersuchten. Deshalb muss der Norweger wahrscheinlich nicht ins Gefängnis, sondern wird die nächsten Jahre, vielleicht auch den Rest seines Lebens in einer psychiatrischen Klinik verbringen.
Das kann keine Überraschung sein, wer den Fall Breivik aufmerksam verfolgt hat, wusste schon sehr früh, dass er kein Neonazi ist. Er selbst gab einen wichtigen Hinweis darauf, indem er Winston Churchill und den Widerstandskämpfer Max Manus als seine Vorbilder nannte. Ich habe bereits in meinem Post vom 26.07.11 eine Geisteskrankheit bei ihm vermutet.

Sicher werden viele Menschen davon enttäuscht sein. Sie werden eine hohe Strafe fordern und zur Begründung auf sein rassistisches Pamphlet verweisen, auf seine Verbindungen zur rechten Szene usw. Aber all das ist keine Erklärung für seine Taten. Breivik ist kein Nazi. Er hat die rechte Ideologie nur benutzt, um seinen Wahn auszuleben. Dieser Wahn wiederum hat tiefere Ursachen, die Gutachter sprachen von einem möglichen Missbrauch in seiner Kindheit, der von weiteren Faktoren verstärkt wurde.

Auch die Mitglieder der Zwickauer Terrorzelle sind im Grunde keine Nazis. Ihre Opfer dienten als Projektionsfläche für ihren Hass, der wiederum auf Angst beruht. Hass ist übersteigerte Angst. Die Zwickauer hätten sich genauso gut auch der linken Szene anschließen und böse Nazis bekämpfen können, oder als Muslime in den heiligen Krieg ziehen können usw.
Und auch die Menschen, die hohe Strafen für Breivik und die rechten Terroristen fordern, handeln aus derselben Motivation heraus, aus Angst, in diesem Fall vor der rechten Bedrohung, die zu Empörung wird und manchmal in blanken Hass umschlägt.

Manch ein Leser wird nun wahrscheinlich sagen, der Blogger mache es sich zu einfach, indem er auf Angst als grundlegendes Motiv schließt. Das ist richtig und falsch zugleich. Richtig ist es in dem Sinne, dass das Leben auf wenigen Grundprinzipien aufbaut. Eines davon lautet: Gefühle sind die Basis des Menschseins.
Es ist falsch in dem Sinne, dass dadurch irgendetwas leichter wird. Im Gegenteil. Eine Bestrafung der Täter zu fordern, ist einfach. Zu verhindern, dass Menschen zu Tätern werden, ist schwierig. Das setzt nämlich voraus, dass wir unsere Gesellschaft umbauen, dass wir auf Menschen wie Breivik und die Zwickauer Terroristen achten, dass wir uns um sie kümmern, dass wir ihnen helfen, ihren Hass aufzulösen, ihnen Mut machen, ihnen Liebe geben statt Hass und Verachtung.
Süße kleine Kinder oder Hundebabys zu lieben, ist keine Kunst. Die Herausforderung besteht darin, einem grölenden Glatzkopf zu helfen. Das ist richtig harte Arbeit.