Dienstag, 28. Juni 2011

Bayern-LB verklagt Manager

Die gute Nachricht des Tages: Der Verwaltungsrat der bayrischen Landesbank hat entschieden, noch in diesem Monat Klage gegen acht Ex-Vorstände zu erheben. Hintergrund ist der Kauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria, der für 550 Millionen Euro Verlust sorgte. Daran sollen sich die Nieten in Nadelstreifen wenigstens mit einem Teil ihres Privatvermögens beteiligen.
Bravo! Endlich zeigen Politiker einmal Mut, gegen unfähige und korrupte Banker vorzugehen. Ich sage deshalb "Politiker", weil neun (!) der elf Verwaltungsräte von der Politik ernannt werden bzw. der bayrischen Staatsregierung angehören. So muss es weitergehen! Auch im Fall der West LB muss Anklage erhoben werden, auch dort wurden wider besseren Wissens gewaltige Summen verschleudert.
Und auch in der Eurokrise müssen die Politiker Rückgrat beweisen. Banken, Versicherungen und Pensionsfonds müssen sich an den griechischen Verlusten beteiligen, sie sind nicht so "systemrelevant", wie sie selbst glauben. Es gibt keinen "Domino-Effekt". Das ist ein Schreckgespenst, das von jenen am Leben erhalten wird, die von den bisherigen Zuständen profitieren, sprich: Privatisierung der Gewinne, Verstaatlichung der Verluste. 
Deshalb: Nur Mut!

Montag, 27. Juni 2011

USA töten Behinderten

Am 21.06.11 wurde Milton Mathis in Huntsville, Texas, mit einer Giftspritze hingerichtet. Zuvor saß er 12 Jahre in der Todeszelle, ein Antrag auf Aussetzung der Exekution wurde in letzter Minute abgelehnt. Mathis war u.a. des zweifachen Mordes für schuldig gesprochen worden, obwohl sein Intelligenzquotient nur bei 60 lag und er somit als geistig behindert galt.
Ich halte sowohl die Hinrichtung als auch die lange Zeit in der Todeszelle, die man als Folter bezeichnen kann, für einen barbarischen Akt, der einer zvilisierten Gesellschaft unwürdig ist. Kein Mensch sollte so etwas durchmachen müssen. Behinderte Menschen verdienen eine besondere Behandlung, sie müssen frühzeitig gefördert werden, keinesfalls dürfen sie - wie Mathis - mit Drogen und Waffen in Kontakt kommen. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, trotzdem muss immer wieder daran erinnert werden.
Genauere Informationen erhalten Sie unter: www.todesstrafe-nachrichten.jimdo.com
Bitte unterstützen Sie auch: www.amnesty.de

Sonntag, 26. Juni 2011

Herzlich Willkommen!

Dies ist ein Blog zur Verbesserung der Welt. Vermutlich der einzige, der ausdrücklich diesem Ziel gewidmet ist. Jedenfalls habe ich noch keinen weiteren in dieser Art gesehen, die meisten Blogs handeln von Handarbeiten, Urlaubsreisen oder Partymachen.
Dabei sollte jetzt eigentlich Hochkonjunktur für Weltverbesserer herrschen. Hier ein paar Nachrichten der letzten Zeit: Am 21.06.11 berichtete SPIEGEL ONLINE, dass den Weltmeeren das größte Artensterben seit 55 Millionen Jahren droht. Am 30.05.11 wurde auf derselben Seite die neue Klimastatistik veröffentlicht, wonach der CO2-Ausstoß im letzten Jahr erneut gestiegen ist - trotz aller gegenteiligen Versprechen. Außerdem hören wir fast jeden Tag von gewaltsamen Protesten in der arabischen Welt und von der Euro-Krise, welche die europäische Solidarität auf eine harte Probe stellt.
Jetzt müssten eigentlich laufend neue Konzepte vorgelegt werden, um all diese Probleme zu lösen, die Konzepte müssten von politischen oder religiösen Führern stammen, von Wissenschaftlern oder Künstlern oder von ganz normalen Menschen, sie müssten vernünftig, visionär, utopisch oder verrückt sein, sie müssten von uns allen diskutiert werden, in Parlamenten, in Fernsehrunden, am Arbeitsplatz, in der Schule oder auf der Straße. Aber (fast) nichts dergleichen geschieht.
Es gibt nur wenige Lösungsvorschläge, die meisten sind altbekannt. Für einige Zeitgenossen ist der Sozialismus der Heilsbringer, für andere der Kapitalismus, wieder andere suchen Zuflucht in dieser oder jener Religion. Aber all das hat schon in der Vergangenheit nicht gewirkt, keinem Vertreter irgendeiner Gesellschafts- ordnung gelang es bisher, das Glück der Menschen dauerhaft und umfassend zu garantieren - damit meine ich wirklich ALLE Menschen, nicht nur die eigene Familie, die eigene Wählerschaft oder das eigene Volk.
Nun ist es ziemlich einfach, alles und jeden zu kritisieren. Wesentlich schwieriger ist es, die Dinge besser zu machen, echte, gangbare Lösungswege aufzuzeigen. Ich habe es getan. Von mir stammt ein völlig neues Weltmodell, das auf dem Prinzip des Netzwerkes basiert. In meinem Sachbuch DIE FISCHNETZ-THEORIE habe ich das Modell detailliert erläutert, zwei weitere Bücher, der Roman DIE FRAU AM FENSTER und die Novelle DER HÖLLENMASCHINIST, betrachten es aus anderer Perspek-
tive.
Wer sich dafür interessiert, sollte meine Hauptseite www.elkvonlyck.de besuchen. Allerdings muss ich zuvor eine Warnung aussprechen: Auf dieser Seite wird der Besucher mit vielen höchst ungewöhnlichen Ideen konfrontiert, ein großer Teil davon mag schwer verständlich erscheinen, manche sogar vollkommen verrückt. Aber andererseits: Ist es etwa "normal" oder "vernünftig", das Weltklima zu verändern, ohne die Konsequenzen zu kennen, oder Waffen und Munition in ein Kriegsgebiet zu liefern, obwohl Medikamente und Nahrungsmittel gebraucht werden?
Wenn sich jemand so weit aus dem Fenster lehnt wie ich es tue, gerät er natürlich in Gefahr, hinauszufallen. Das ist mir klar. Und ich bin auch schon ein paar Mal heftig auf die Nase gefallen. Ist mir aber egal. Auch wenn ich endgültig abstürzen sollte, kann ich hinterher immer noch sagen: Ich habe es wenigstens versucht!